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1Nada Surf - Never Not Together
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- Erstellt am: Samstag, 08 Februar 2020
- Label: City Slang
- V.Ö.: 07 Februar 2020
- Webseite: https://www.facebook.com/NadaSurf/
Erfurt, Corona, Klima. Krisen und die mit ihnen einhergehende Trias aus Hysterie, Alarmismus und Aufregung sind aus der heutigen Welt leider nicht mehr wegzudenken. Sehr unschön. Umso erfreulicher ist es, dass NADA SURF mit ihrem neuen Longplayer „Never Not Together“ ein alternative-rockiges Remedium (Heilmittel) erschaffen haben, das ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen einen Moment der innerlichen Versenkung in völlig stressfreie, angstbefreite und pittoreske Welten ermöglicht.
Eine Atmosphäre sehnsuchtsvoller Erwartung dominiert 'Just Wait', ein Track der ruhige Besinnlichkeit mit frohgemuter Nachdenklichkeit verbindet. Das schon vorab veröffentlichte 'Something I Should Do' besticht durch seine NADA-SURF-mäßige Andersartigkeit, seine Dynamik und seinen epischen Sprechgesang. Noch ungewöhnlicher ist das Intro zu 'Looking For You', ehe sich wieder eine Mischung aus zerbrechlicher Emotionalität und kraftvoller Explosivität Bahn bricht. Und das Beste ist, dass wir es hier auch noch mit längeren Gitarrensoli zu tun bekommen, die aus der schnelllebigen, wenig nachhaltigen Playlist- und Radiomusik schon lange verbannt worden sind. Besondere Intensität erhält der Sound zudem durch die durchschimmernden Streicherarrangements und hamondorgelartigen Keybords.
Ein Lied für alle Nachdenklichen, die sich gerne auch einmal ihren Gedanken hingeben möchten, ist 'Crowded Star'. 'Mathilda' ist dann ein Song, der eine wahrhaftige Achterbahnfahrt der Gefühle bietet und in dem phasenweise auch die Stromgitarre zu Angriff bläst. Mehr Diversity und Gefühle in einem Song gehen fast nicht. Weltklasse! Der Rausschmeißer 'Ride The Unknown' ist dann wieder ein geradliniger straighter Rock-Song, der noch einmal alles das bündelt, was NADA SURF so ausmacht. Natürlich soll auch der Opener 'So Much Love' nicht vergessen werden, ein Track, der gerade in Zeiten des Hasses umso mehr Relevanz besitzt und eine flatterhafte hymnische Hommage an den beflügelten Gott der Liebe Amor zu sein scheint.
Line Up
Matthew Caws (guitar, vocals)
Daniel Lorca (bass, vocals)
Ira Elliot (drums, vocals)
Doug Gillard (guitar, vocals)
Tracklist
01. So Much Love 02. Come Get Me 03 Live Learn And Forget 04. Just Wait 05. Something I Should Do 06 Looking For You 07. Crowded Star 08. Mathilda 09.Ride The Unknown