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1eclipse - armageddonize
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- Erstellt am: Freitag, 20 Februar 2015
- Label: Frontiers
- V.Ö.: 20 Februar 2015
- Spielzeit: 44:03
- Webseite: http://www.eclipsemania.com/
Eine recht heftige Variante des Melodic Hard Rock liefern die Schweden Eclipse auf ihrem fünften Album "armageddonize". Hier wird die Axt gekonnt metallisch geschwungen und man landet meist bei einem hörenswerten Ohrwurm-Refrain.
Das Songwriting stimmt und erinnert an manchen Stellen an H.E.A.T. oder vergleichbare Truppen. Besonders gut ist der charismatische Gesang von Erik Martensson, der an so mancher Stelle etwas an Myles Kennedy erinnert. Der Opener "Don't wanna say I'm sorry" kann mit den genannten Merkmalen voll überzeugen. An anderen Stellen geht es ein klein wenig melancholischer zu, ohne zu traurig zu werden, da hier durchaus noch Ecken und Kanten zu hören sind. Mancher Chorus erscheint einem vielleicht schon ein wenig bekannt. Nichtsdestotrotz können die 5 Mitglieder eine gewisse eigene Note hinzufügen. Und es klingt nicht zu altbacken. Und das, obwohl das musikalische Genre sicher Mitte/ Ende der 80er seinen absoluten Höhepunkt hatte. Die Keyboards pflastern den Gesamtsound niemals zu, so dass die Gitarre(n) hier die Übermacht haben. Als passendes Beispiel hört Euch das treibende "Blood Enemies" an, welches mit aggressiver Strophe und tollem Chorus punktet. "Wide Open" setzt dem mit einem sehr befreienden Refrain noch einen drauf. Klasse! Die Ballade "living like I'm dying" ist mir ein Stück zu sehr Klischee, ohne wirklich schlecht zu sein. Dafür knallt das coole "Breakdown" mit bluesiger Strophe und leichten Südstaatenklängen. Partytauglich und Durstmachend. Bei "Love bites" handelt es sich nicht um ein JUDAS PRIEST Cover sondern um einen schnellen Gute-Laune-Rocker. Keine Frage, einer meiner Favoriten. Das folgende "Caught up in a Rush" erinnert dann an die WHITESNAKE der 1987 Phase. Von vielen Puristen verhöhnt meiner Meinung nach trotz allem eine Klasse Scheibe der "Schlange". Als Schlussnummer kann das schnelle "All die young" die sehr gut produzierte Scheibe ordentlich abschließen. Insgesamt also eine klare Kaufempfehlung für die Anhänger des melodischen Hard / Heavy Rock.
Line Up
Erik Mårtensson: lead vocals, guitar
Magnus Henriksson: lead guitars
Robban Bäck: drums
Magnus Ulfstedt: bass
Tracklist
01.I Don't Wanna Say I'm Sorry
02.Stand On Your Feet
03.The Storm
04.Blood Enemies
05.Wide Open
06.Live Like I'm Dying
07.Breakdown
08.Love Bites
09.Caught Up In The Rush
10.One Life - My Life
11.All Died Young